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Infrastruktur als Anlageklasse: Institutionelle Investoren entdecken Lade-Parks


Ladeinfrastruktur entwickelt sich zu einer eigenständigen Anlageklasse für institutionelle Investoren. Pensionsfonds, Versicherungen und Infrastrukturfonds investieren zunehmend direkt in Lade-Parks, angezogen von den stabilen langfristigen Cashflows und der Inflationsschutz-Eigenschaft dieser Assets. Das globale Transaktionsvolumen für Ladeinfrastruktur-Investitionen durch institutionelle Investoren erreichte 2023 über 15 Milliarden US-Dollar.

Anreize für institutionelle Investoren:

  • Stabile Cashflows: Langfristige Verträge mit Energieversorgern, Flottenbetreibern oder über PPP-Modelle

  • Inflationsindexierung: Viele Verträge enthalten Inflationsanpassungen für die Ladegebühren

  • Niedrige Korrelation: Geringe Korrelation mit traditionellen Assetklassen wie Aktien oder Anleihen

  • ESG-Konformität: Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen, wichtig für viele institutionelle Investoren

Bewertungsmodelle: Institutionelle Investoren bewerten Ladeinfrastruktur typischerweise nach dem Discounted Cashflow (DCF)-Modell mit folgenden Parametern:

  • Kapitalkosten (WACC): 5-8%, abhängig vom Risikoprofil

  • Wachstumsraten: 3-5% p.a. langfristig

  • Terminal Value: basierend auf 15-25 Jahren Cashflow-Projektion

Transaktionsstrukturen:

  1. Direct Investment: Direkte Beteiligung an einzelnen Lade-Parks oder Portfolios

  2. Infrastructure Funds: Beteiligung über spezialisierte Infrastrukturfonds

  3. Yieldcos: Beteiligung an börsennotierten Gesellschaften, die Ladeinfrastruktur besitzen und betreiben

  4. REITs: In den USA werden zunehmend Real Estate Investment Trusts für Ladeinfrastruktur genutzt

Due-Diligence-Schwerpunkte:

  • Technische Due Diligence: Zustand und Lebensdauer der Hardware

  • Commercial Due Diligence: Qualität der Standorte und Verträge

  • Regulatory Due Diligence: Konformität mit lokalen Vorschriften

  • ESG Due Diligence: Nachhaltigkeitsperformance und -risiken

Renditeerwartungen:

  • Kerneuropa (Deutschland, Frankreich, Benelux): 5-7% Netto-IRR

  • Südeuropa (Italien, Spanien): 7-9% Netto-IRR

  • Osteuropa (Polen, Tschechien): 8-10% Netto-IRR

  • Risikoreichere Projekte (neue Technologien): 10-12% Netto-IRR

Markttrends:

  • Konsolidierung: Größere Portfolios mit 50+ Standorten werden bevorzugt

  • Standardisierung: Institutionelle Investoren bevorzugen standardisierte Verträge und Technologien

  • Professionalisierung: Spezialisierte Asset-Manager für Ladeinfrastruktur entstehen

  • Sekundärmarkt: Erste Transaktionen auf dem Sekundärmarkt zeigen Liquidität

Beispieltransaktionen:

  • BlackRock: 700 Millionen Euro Investment in europäische Ladeinfrastruktur (2023)

  • Allianz: 500 Millionen Euro in nordamerikanische Lade-Parks (2022)

  • APG: 300 Millionen Euro in asiatische Ladeinfrastruktur (2023)

Für AFAX POWER eröffnet das Interesse institutioneller Investoren neue Finanzierungsmöglichkeiten. Durch die Strukturierung von Investitionsvehikeln, die institutionellen Anforderungen entsprechen, können größere Kapitalbeträge mobilisiert werden.

 
 
 

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