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Frankreichs strategische Ausrichtung: Subventionen und Steuervergünstigungen im Detail

Frankreichs Förderstrategie für Ladeinfrastruktur ist durch einen starken staatlichen Dirigismus geprägt, kombiniert mit attraktiven steuerlichen Anreizen. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 400.000 öffentliche Ladepunkte zu installieren, wofür ein Investitionsvolumen von 7 Milliarden Euro veranschlagt wird. Die französische Regierung setzt dabei auf ein abgestuftes System aus direkten Zuschüssen, Steuervergünstigungen und regulatorischen Vereinfachungen.

ADVENIR-Programm: Dieses Flaggschiff-Programm der Agence de la Transition Écologique (ADEME) bietet Zuschüsse von bis zu 50% der Investitionskosten für private und gewerbliche Ladepunkte. Besondere Förderschwerpunkte sind:

  • Wohngebäude mit mehr als 10 Parkplätzen: bis zu 2.700 Euro pro Ladepunkt

  • Gewerbliche Standorte: bis zu 30% der Kosten, maximal 9.000 Euro

  • Schnellladestationen: bis zu 40% der Kosten, maximal 100.000 Euro

Das Programm verfügt über ein Budget von 300 Millionen Euro bis 2025 und zeichnet sich durch einen vereinfachten Antragsprozess aus.

Steuerliche Abschreibungen (Amortissement exceptionnel): Unternehmen können Investitionen in Ladeinfrastruktur im Jahr der Installation zu 100% abschreiben, was die steuerliche Belastung erheblich reduziert. Diese Regelung gilt bis Ende 2024 und wird voraussichtlich verlängert.

Reduzierte Mehrwertsteuer: Die Installation von Ladepunkten unterliegt einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 5,5% (statt des normalen Satzes von 20%). Diese Vergünstigung gilt sowohl für Material als auch für Installationsleistungen.

Fonds de Modernisation des Transports: Dieser Fonds mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro finanziert insbesondere Ladeprojekte entlang der Autobahnen und Nationalstraßen. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 60% der förderfähigen Kosten.

Regionale Förderprogramme: Alle 13 französischen Regionen bieten zusätzliche Förderungen an. Besonders großzügig sind:

  • Île-de-France: bis zu 50% der Kosten für öffentliche Ladepunkte

  • Auvergne-Rhône-Alpes: bis zu 40% für Schnellladesäulen

  • Provence-Alpes-Côte d'Azur: bis zu 3.000 Euro pro privatem Ladepunkt

Garantie für Netzanschlusskosten: Der französische Netzbetreiber Enedis garantiert maximale Kosten für Netzanschlüsse von Ladestationen, was die Planungssicherheit erhöht. Für Standardanschlüsse bis 36 kVA liegen die Kosten bei pauschal 1.500 Euro.

Vereinfachte Genehmigungsverfahren: Durch das "Droit à la prise" (Recht auf Anschluss) können Eigentümer von Wohngebäuden Ladepunkte einfacher installieren lassen. Die Genehmigungsdauer wurde auf maximal 3 Monate begrenzt.

Auswirkungen auf Investitionsrenditen: Durch die Kombination aus Zuschüssen und steuerlichen Vergünstigungen können sich die Kapitalkosten um 50-70% reduzieren. Dies ermöglicht interne Renditen von 14-20% für private Investoren, während institutionelle Investoren mit langfristigen Verträgen 8-12% erwarten können.

Prioritäre Standorte: Die französische Regierung hat 200 "Territoires d'industrie" identifiziert, in denen besonders hohe Förderungen verfügbar sind. Diese Gebiete, oft ehemalige Industrieregionen, bieten Renditechancen von bis zu 25%.

Für AFAX POWER bietet der französische Markt dank der großzügigen Förderungen und klaren regulatorischen Rahmenbedingungen ausgezeichnete Einstiegsmöglichkeiten. Besonders attraktiv sind Partnerschaften mit lokalen Energieversorgern wie EDF oder Engie, die über umfangreiche Erfahrung mit den Förderprogrammen verfügen.

 
 
 

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