Die nordischen Vorreiter: Norwegens und Schwedens vollständig subventionierte Lade-Ökosysteme
- AFAX POWER

- Dec 25, 2025
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Norwegen und Schweden haben die weltweit am weitesten entwickelten und am stärksten subventionierten Ladeinfrastruktur-Ökosysteme aufgebaut. Dank einer Kombination aus direkter Vollförderung, steuerlichen Anreizen und regulatorischer Unterstützung erreichen beide Länder Elektrofahrzeug-Anteile von über 50% bei Neuzulassungen. Die öffentliche Finanzierung deckt in vielen Fällen 100% der Investitionskosten, was einzigartige Renditemöglichkeiten für private Betreiber schafft.
Norwegens ENOVA-Förderung: Das staatliche Unternehmen Enova bietet die weltweit großzügigste Förderung für Ladeinfrastruktur:
Schnellladestationen (>50 kW): bis zu 40.000 NOK (ca. 3.500 Euro) pro Ladepunkt
Schnelllade-Hubs (>150 kW): bis zu 5 Millionen NOK (ca. 440.000 Euro) pro Standort
Zielsetzung: 10.000 Schnellladepunkte bis 2025
Besonders bemerkenswert ist, dass Enova auch die Betriebskosten für die ersten 5 Jahre subventioniert, um die Wirtschaftlichkeit neuer Standorte zu gewährleisten.
Schwedens Klimatklivet-Programm: Mit einem Budget von 12 Milliarden SEK (ca. 1 Milliarde Euro) bis 2030 fördert dieses Programm sowohl Investitionen als auch Betriebskosten:
Öffentliche Ladepunkte: bis zu 50% der Investitionskosten
Schnellladestationen: zusätzlich 0,30 SEK pro kWh für die ersten 5 Jahre
Lade-Hubs: bis zu 60% der Gesamtkosten, inklusive Netzanschluss
Steuerbefreiungen:
Norwegen: Keine Mehrwertsteuer auf den Kauf von Elektrofahrzeugen, keine Straßensteuer, reduzierte Firmenwagensteuer
Schweden: Reduzierte Benefit-in-Kind-Steuer, Befreiung von der Verkehrssteuer
Norwegens "Benzin- und Dieselverbot" ab 2025: Diese politische Ankündigung schafft absolute Planungssicherheit für Infrastrukturanbieter und hat zu einer Welle privater Investitionen geführt.
Schwedens "Elbilsupplydelsen": Eine einmalige Prämie von 70.000 SEK (ca. 6.000 Euro) für den Kauf von Elektrofahrzeugen, kombiniert mit einer reduzierten Jahressteuer.
Öffentlich-private Partnerschaften: Beide Länder fördern aktive Partnerschaften zwischen Kommunen und privaten Betreibern. In Norwegen sind 80% aller öffentlichen Ladepunkte in solchen Partnerschaften organisiert.
Netzanschluss-Garantien: Die staatlichen Netzbetreiber Statnett (Norwegen) und Svenska Kraftnät (Schweden) garantieren kostenlose Netzanschlüsse für öffentliche Ladestationen in unterversorgten Gebieten.
Innovationsförderung: Besondere Programme fördern neue Technologien wie bidirektionales Laden, induktives Laden und Lade-Hubs mit integrierten erneuerbaren Energien. Die Förderquote kann hier 80% erreichen.
Renditeaussichten: Durch die Vollförderung der Investitionskosten können Betreiber Renditen von 20-30% auf das eingesetzte Eigenkapital erzielen. Die staatlichen Betriebskostenzuschüsse in den ersten Jahren eliminieren das Anlaufrisiko vollständig.
Regionale Chancen: Während die Hauptstädte Oslo und Stockholm gut versorgt sind, bieten die nördlichen Regionen (Finnmark, Norrland) aufgrund zusätzlicher Regionalförderungen und geringerem Wettbewerb die besten Renditechancen.
Für AFAX POWER bieten die nordischen Märkte dank der extrem großzügigen Förderungen nahezu risikofreie Einstiegsmöglichkeiten. Die Kombination aus technologischer Offenheit und finanzieller Unterstützung macht die Region zum idealen Testmarkt für innovative Ladelösungen.




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